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Naturstein auf Splitt oder Drainagemörtel verlegen? Travertin und Granit im Vergleich

SBN Natursteine GmbH · 9 Aufrufe
Naturstein auf Splitt oder Drainagemörtel verlegen? Travertin und Granit im Vergleich

Travertin oder Granit ist ausgesucht – doch was kommt darunter? Ein Splittbett ist meist wirtschaftlich und später leicht zu öffnen. Drainagemörtel ermöglicht einen festen Verbund. Beide Wege können funktionieren, wenn Platten, Unterbau, Fugen und Entwässerung zusammenpassen.

Dieser Vergleich hilft bei der Planung einer begehbaren Gartenterrasse auf Erdreich. Für Einfahrten, Balkone, Dachterrassen und vorhandene Betonplatten muss der Aufbau gesondert festgelegt werden.

Splitt oder Drainagemörtel: die Unterschiede

Zwei Bettungen für eine begehbare Gartenterrasse
KriteriumSplittbett · ungebundenDrainagemörtel · gebunden
Aufwand & KostenMeist günstiger; keine Mörtelbettung anzumischen.Mehr Material, Arbeitszeit und Systemabstimmung.
Sitz der PlattenLose gelagert; gleichmäßige Auflage und feste Ränder entscheidend.Mit Kontaktschicht an die feste Bettung gebunden.
Reparatur & UmbauEinzelne Platten lassen sich vergleichsweise einfach aufnehmen.Der feste Verbund macht den Austausch aufwendiger.
WasserwegDurchlässige Bettung; Wasser muss den Unterbau verlassen können.Offenporiger Mörtel; ein geplanter Ablauf bleibt erforderlich.
Fugen & PflegePassender Fugenstoff; lose Füllung bei Bedarf ergänzen.Abgestimmte Fugen und Bewegungsfugen sorgfältig ausführen.

Was ist mit Drainbeton eigentlich gemeint?

Die Begriffe Drainbeton, Dränbeton, Einkornmörtel und Drainagemörtel werden im Alltag oft ähnlich verwendet. Gemeinsam ist ihnen eine offene Kornstruktur, durch die Wasser abfließen kann. Ihre Aufgabe und zulässige Verarbeitung sind jedoch produktabhängig: Eine drainfähige Tragschicht ist nicht automatisch ein geeigneter Verlegemörtel.

Hier vergleichen wir das lose Splittbett mit einem für Naturstein vorgesehenen Drainagemörtel als Bettung. Normaler dichter Beton und eine beliebige Mischung aus Splitt und Zement sind dafür kein gleichwertiger Ersatz. Beispiel einer dafür vorgesehenen Produktart: PCI Pavifix DM – Drain- und Verlegemörtel.

1. Verlegung im Splittbett: flexibel und wirtschaftlich

Die Platten liegen ohne Klebeverbund auf einer gleichmäßig vorbereiteten Splittbettung. Darunter befindet sich eine tragfähige, verdichtete Tragschicht. Eine passende Einfassung sichert die Fläche seitlich.

Der Vorteil zeigt sich besonders bei späteren Änderungen: Eine Platte lässt sich aufnehmen, eine Stelle nacharbeiten oder ein Anschluss zugänglich machen. Außerdem entfällt die Erhärtungszeit einer Mörtelbettung. Insgesamt ist diese Bauweise bei vergleichbaren Bedingungen häufig günstiger.

Die Kehrseite: Bei ungleichmäßiger Auflage, mangelhafter Verdichtung oder fehlender Randsicherung können Platten kippeln oder sich verschieben. Lose Fugenfüllungen brauchen gelegentlich Pflege. Entscheidend ist, dass Format und Plattendicke für diese Verlegung geeignet sind. Schlüter-Systems erläutert die Verlegung im Splittbett.

2. Drainagemörtel: fester Verbund mit durchlässiger Bettung

Drainagemörtel erhärtet zu einer festen, offenporigen Bettung. Eine passende Haft- oder Kontaktschicht verbindet die Plattenrückseite mit dem Mörtel. So entsteht ein fester Sitz, während eingedrungenes Wasser durch die Mörtelstruktur weitergeleitet werden kann.

Das ist interessant, wenn ein dauerhaft gebundener Belag gewünscht ist. Dafür steigen Material- und Arbeitsaufwand. Mischungsverhältnis, Verarbeitungszeit, Witterung und Erhärtung müssen beachtet werden. Spätere Reparaturen sind aufwendiger; Fehler bei Haftung oder Bewegungsfugen können Ablösungen und Risse verursachen.

Eine Platte nur auf Drainagemörtel zu legen, stellt noch keinen sicheren Verbund her. Die Kontaktschicht gehört zum System. Sopro Planer 2026, Abschnitt 6.6, erklärt diesen Aufbau.

Was gilt speziell für Travertin und Granit?

Bei Travertin spielen neben Format und Dicke auch die helle Farbe und die natürliche Porenstruktur eine Rolle. Bettungsmaterial, Haftschicht und Fugenstoff sollen für den Stein geeignet sein. Eine Probefläche hilft, die Wirkung von Fugenmaterial auf Oberfläche und Poren zu beurteilen.

Granit ist ebenfalls kein Freibrief für jeden Aufbau: Eine dünne, große Platte verhält sich anders als ein kompakter Pflasterstein. Beanspruchung und konkrete Materialeigenschaften bleiben entscheidend. Aus „3 cm stark“ allein folgt weder eine allgemeine Freigabe für lose Verlegung noch für eine befahrbare Fläche.

Praktisch heißt das: Erst das genaue Produkt und seine Verlegeempfehlung auswählen, dann die Bettung und Fugen darauf abstimmen. Auch ein fester Mörtelaufbau kann einen ungeeigneten Boden darunter nicht ausgleichen.

So wird die Verlegung vorbereitet und ausgeführt

Die gemeinsame Vorbereitung

  1. Fertige Höhe, Türanschlüsse, Nutzung und Wasserabfluss festlegen.
  2. Ungeeignetes Material entfernen; Boden beurteilen und Tragschicht passend dimensionieren, lagenweise einbauen und verdichten.
  3. Einfassung und Gefälle vorbereiten. Als Rechenbeispiel entsprechen 2 % Gefälle 2 cm Höhenunterschied je Meter, bei 4 m also 8 cm. Der erforderliche Wert richtet sich nach Oberfläche und Aufbau.

Den vollständigen Überblick finden Sie in unserem Ratgeber zum Unterbau von Naturstein-Terrassenplatten.

Weiter im Splittbett

  1. Bettungssplitt mit passender Körnung und Materialeignung wählen.
  2. In der vorgesehenen Dicke gleichmäßig und im Gefälle abziehen.
  3. Platten vollflächig unterstützt setzen, schonend ausrichten und Fugenabstände kontrollieren.
  4. Mit einem zur ungebundenen Bauweise passenden Fugenstoff fertigstellen.

Weiter mit Drainagemörtel

  1. Freigegebenes Mörtelsystem nach Datenblatt anmischen und einbauen.
  2. Saubere Plattenrückseite mit der vorgesehenen Kontaktschicht versehen.
  3. Bei entsprechender Systemvorgabe frisch in frisch setzen und im Gefälle ausrichten.
  4. Erhärten lassen, systemgerecht verfugen und erst nach der vorgeschriebenen Wartezeit belasten.

Schichtdicken, Wassermenge und Wartezeiten lassen sich nicht pauschal übertragen. Schon das technische Merkblatt zu PCI Pavifix DM unterscheidet die Mindestdicken nach Anwendung. Auf einer Betonplatte sind zusätzlich Abdichtung und seitliche Wasserableitung zu planen; Drainagemörtel ersetzt keine Abdichtung.

Fünf Fehler, die sich vermeiden lassen

  • Wasser kann einsickern, hat aber keinen Weg aus dem Aufbau.
  • Eine dicke Splittlage soll einen schlecht vorbereiteten Unterbau ausgleichen.
  • Platten werden ohne ausreichende Fugen direkt aneinandergelegt.
  • Eine starre Zementfuge wird ohne passende Systemfreigabe mit loser Bettung kombiniert.
  • Bewegungsfugen werden zugemörtelt oder bei der Planung vergessen.

Fugenbreite, Fugenstoff und Bewegungsfugen gehören zusammen geplant. Hinweise dazu enthält SELTRA in den Verlege- und Pflegehinweisen für Naturstein. Fertig verlegte Natursteinplatten sollten außerdem nicht ohne ausdrückliche Freigabe mit einer Rüttelplatte bearbeitet werden.

Basaltsplitt oder Moränesplitt 2–5 mm?

Beide Körnungen finden Sie bei SBN als Pflastersplitt. Basaltsplitt ist dunkel und kantig, Moränesplitt eine Mischung verschiedener Natursteine. Für die Bettung zählt vor allem die technische Eignung, nicht die später verdeckte Farbe.

Besonders bei hellem Travertin sollte das Material keine schädlichen oder verfärbenden Bestandteile eintragen. Die Angabe 2–5 mm beschreibt nur die Korngröße. Sie garantiert weder die Verträglichkeit mit jeder Platte noch die Eignung als Zuschlag für jeden Drainagemörtel. Für Fertigmörtel gelten die jeweiligen Herstellerangaben.

Unsere Produktauswahl für Ihre Terrasse

Zwei Splittvarianten für die abgestimmte Bettung und zwei Travertinplatten für die sichtbare Oberfläche. Vergleichen Sie Bilder und Produktdetails; wir helfen Ihnen bei der Auswahl für Ihr Vorhaben.

Basaltsplitt Schwarz · 2–5 mm

Bettungsmaterial

Basaltsplitt Schwarz · 2–5 mm

Dunkler, kantiger Pflastersplitt für die geplante Bettung. Bei hellen Natursteinen die Materialverträglichkeit mitprüfen.

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Moränesplitt Bunt · 2–5 mm

Bettungsmaterial

Moränesplitt Bunt · 2–5 mm

Naturstein-Mischung für Pflasterbettungen und Außenanlagen. Eine Alternative, wenn sie für Stein und Aufbau geeignet ist.

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Travertin Classic · 61 × 40,6 × 3 cm

Travertinplatten

Travertin Classic · 61 × 40,6 × 3 cm

Hell sortierte, getrommelte Platten im Rechteckformat für ein ruhiges, gleichmäßiges Verlegebild.

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Travertin Classic · Römischer Verband, 3 cm

Travertinplatten

Travertin Classic · Römischer Verband, 3 cm

Vier aufeinander abgestimmte Formate, geschliffene und getrommelte Oberfläche für eine lebendige Terrasse.

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Sie möchten Rechteckformat und Römischen Verband vergleichen? In unserem Ratgeber zu den Travertin-Verlegemustern sehen Sie, wie sich die Wirkung der Fläche verändert.

Stand: September 2026. Planungshilfe für begehbare Gartenterrassen; maßgeblich sind die örtlichen Bedingungen sowie die aktuellen Verlege- und Produktvorgaben. Das Titelbild zeigt eine Travertinfläche und keine Dokumentation des darunterliegenden Aufbaus.

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